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Mai 2019

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Shenzhen mit dem Range Rover Sport PHEV | Eine erste Fahrt mit dem neuen Range Rover Evoque | Modernistische Architektur in Deutschland | Georg Bamford darüber, was wahren Luxus ausmacht | Treffen Sie den Mondlandungs-Pionier Charlie Duke | Karneval-Subkultur in Brasilien

REISEN Am anderen Ende

REISEN Am anderen Ende der Stadt versucht das Shenzhen Open Innovation Lab, die „Kleinen“ der Stadt mit Industriedesign-Unternehmen in Kontakt zu bringen. „Wir wurden als FabLab gegründet“, erklärt Projektkoordinator Seth Li. FabLab, ein in den USA entwickeltes Konzept, bietet Projektmanagement sowie Website- und Hardware-Design für Kleinunternehmer, die ein Produkt erfolgreich umsetzen möchten. „Wir stellen Produktionsmaschinen zur Verfügung, damit jemand Prototypen herstellen kann. Jeder kann sich an uns wenden; wir bieten Workshops an und halten Vorträge. Wer will, kommt einfach zum Ideenaustausch vorbei.“ Dieser Austausch findet in Shenzhen auf jeder Ebene statt. Wir steigen in den vorgekühlten Range Rover Sport * , den wir in der Nähe einer Ladestation geparkt haben, und fahren zur Design So ciety in Shekou, der einstigen Hafengegend der Stadt. „Unser chinesischer Name bedeutet eigentlich Design Interconnected“, erklärt die Stellvertretende Direktorin Rong Zhao. „Wir wollen eine Brücke sein – zur Welt, zur Gesellschaft vor Ort und zwischen den Herstellern und Industriedesignfirmen von Shenzhen.“ Vor acht Jahren beauftragte der Konzern China Merchants den ja panischen Architekten und Gewinner des Pritzker-Preises, Fumihiko Maki, mit dem Entwurf eines öffentlichen Kulturzentrums für Shekou, das im Dezember 2017 eröffnet wurde. „Shekou ist ein besonderer Ort“, so Rong. „Hier begann die Öffnung nach außen. Wir waren das Versuchslabor von Shenzhen.“ China Merchants legte einen Hafen als Tor zur Welt an. Mit der Design Society wollen sie erneut internationale Beziehungen knüpfen. Rong: „Es findet gerade ein Wandel von ‘Made in China’ zu ‘Created in China’ statt. Shenzhen war die erste chinesische Stadt, die von der UNESCO 2008 als ‘City of Design’ ausgezeichnet wurde. Wir knüpfen daran an mit der ersten Initiative, ein staatliches europäisches Mu seum nach China zu holen.“ Daraus entstand eine Zusammenarbeit mit dem Londoner Victoria and Albert DER AUSTAUSCH VON IDEEN FINDET IN SHENZHEN AUF JEDER EBENE STATT. EIN MIX AUS KUNST UND INNOVATION DURCHDRINGT DIE STADT Museum, was sich in einer V&A-Dauerausstellung in der Design Society und einem Ideenaustausch niederschlug. „Ein Wagnis für beide Seiten“, räumt Rong ein. „Wir brachten die Museumsvertreter mit Designverbänden, Hightech-Firmen und Schulen zusammen. Sie revanchierten sich mit Projekten wie Rapid Response Collecting, bei dem Bürger Objekte stiften, die ihrer Meinung nach für die Gemeinschaft stehen. So ist in der Ausstellung des V&A inzwischen eine Schuluniform aus Shenzhen zu sehen.“ Selbst das Gebäude, in dem die Design Society untergebracht ist, bezieht die Einwohner von Shenzhen mit ein. „Alles ist offen“, erklärt Rong. „Man kommt übergangslos von drinnen nach draußen. Treppen verbinden den Dachgarten mit den Parks der Umgebung. Wir haben das Land der Bevölkerung zurückgegeben.“ Auch kulturell wird zurückgegeben: Die jüngste Ausstellung würdigte traditionelle chinesische Hand werkskunst in den Bereichen Papier, Möbel und Keramik, hob aber auch ihren Stellenwert für das 21. Jahrhundert hervor. „Mehr denn je sollte man an modernen Orten, an denen das Leben pulsiert, die alte Handwerkskunst nicht vergessen“, findet Jovana Bogdanovic vom Designtrio PINWU, dessen viel gerühmter Papierstuhl für Hermes Teil der Ausstellung ist. „Handwerkskunst beeinflusst Architektur, Design, Lebensstil und Küche.“ Dieser Mix aus Kunst und Innovation durchdringt die Stadt mittlerweile. Im Artron Arts Centre ist eine Installation des berühmten chinesischen Pyrotechnikers Cai Guo-Qiang vor der mit 30 Meter Höhe und 50 Meter Länge weltweit größten Bücherwand aus kunstgeschichtlichen Werken zu sehen. Shenzhen ist gerade dabei, über seine kreative Antwort auf Technologie, Stadtkultur und das Bemühen um Nachhaltigkeit eine neue Rolle für sich zu finden. Ganz gleich, was dabei herauskommt, die Stadt wird nie stillstehen. Die Zukunft wird von jenen geformt, die sich bewegen. Und wer sich mit Shenzhen-Geschwindigkeit bewegt, ist ein Schrittmacher. Rong Zhao von der Design Society (oben) sieht ihre Organisation als kulturelle Brückenbauerin zur Welt draußen. Rechts: die Rekordbücherwand im Artron Centre. * Range Rover Sport P400e Plug-in Hybrid: Stromverbrauch, kombiniert: 23,1-22,5 kWh/100 km. Kraftstoffverbrauch, kombiniert: 3,2-3,1 l/100km. CO2–Emissionen, kombiniert: 74-71 g/km 56

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LAND ROVER MAGAZIN

 

Das Land Rover Magazin präsentiert Geschichten aus aller Welt, die für innere Stärke stehen und das Motto „Above and Beyond“ repräsentieren.

In dieser Ausgabe testen zwei inspirierende junge Abenteurer den neuen Defender bei ihrer Vorbereitung auf die Expedition zum Südpol. Außerdem feiern wir 50 Jahre Range Rover mit einer Entdeckungsreise nach Dubai. Wir blicken sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Dabei erläutert uns eine Gruppe von Visionären die Technologien, die die Zukunft für uns alle verändern könnten.



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