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Land Rover Magazin #40

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In dieser Ausgabe testen zwei inspirierende junge Abenteurer den neuen Defender bei ihrer Vorbereitung auf die Expedition zum Südpol. Außerdem feiern wir 50 Jahre Range Rover mit einer Entdeckungsreise nach Dubai. Wir blicken sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Dabei erläutert uns eine Gruppe von Visionären die Technologien, die die Zukunft für uns alle verändern könnten.

Nach ihrem

Nach ihrem Beziehungstrauma kam dann die Inspiration zu How To Fail. „Ich habe mir damals keine Lieder angehört, weil mich das einfach nur deprimiert hat“, sagt Day. „Ich habe mir stattdessen viele inspirierende Podcasts angehört.“ Sie war zu dieser Zeit in Los Angeles und ich war bei ihr. Wir hatten tagsüber viel zu tun und verbrachten die Abende in den Hollywood Hills. Wir redeten viel miteinander und versuchten, irgendwie Sinn in das ganze Chaos zu bringen. „Das Universum ist chaotisch, und das ist eine sehr erschreckende Sache“, fügt sie noch an. „Deshalb haben wir auch solche Angst vor dem Scheitern. Das Scheitern ist der Riss in der Rüstung unserer eigenen Illusionen über das, was wir kontrollieren können.“ Elizabeth Day spricht von einer realistischen Art und Weise, Dinge in unserem Leben anzupacken – und nicht die Verantwortung für etwas zu übernehmen, das außerhalb unserer Kontrolle liegt, wie das bei Beziehungen oft der Fall ist. Wir alle erleben Dinge, die mehr oder weniger schiefgehen. Wenn wir uns aber von den Erwartungen, die wir an uns selbst stellen, oder von denen, die die Gesellschaft an uns stellt, lösen, kann das eine echte Befreiung sein. „Als ich in Los Angeles war, habe ich viele Gespräche mit Frauen geführt, die ein ganz anderes Leben führten“, sagt Day. „Es gibt viele Frauen in meinem Alter, die keine Kinder haben, weil sie keine möchten. Es ist befreiend, weil es viel weniger Vorwürfe gibt.“ Nachdem sie ihre Erwartungen an sich selbst neu definiert hatte, begann sie, die Philosophie zu entwickeln, Scheitern als Chance anzusehen. Sie sagt: „Für mich ist Scheitern, wenn etwas nicht nach Plan läuft.“ „Das bedeutet allerdings, dass man selbst die Kontrolle über den Plan hat und den Ablauf selbst bestimmt. Bei genauer Betrachtung ist dieser Plan aber oft durch soziale Konditionierung geprägt. Mein Plan war es, zu heiraten und Kinder zu haben, und dahinter standen nicht zuletzt all die romantischen Komödien der 1980er Jahre. Als das dann nicht lief wie erwartet, sah ich mein Leben wie ein leeres Blatt vor mir. Das war schrecklich – aber auch befreiend.“ Die neue Perspektive, die sie durch das Reden und Sich- Öffnen bekommen hat, war die Inspiration dazu, ihre Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen. Sie fragte sich: „Was wäre, wenn ich in einem Podcast darüber berichten könnte, was ich aus den Dingen gelernt habe, die schiefgegangen sind, und es einem breiteren Publikum zugänglich mache?“ Damals dachte ich, ein Podcast wäre wohl eine gute Idee, aber ich habe absolut unterschätzt, wie viele andere Menschen das ebenfalls dachten. „Wenn nur eine einzige Person sich dafür interessiert hätte, wäre das okay gewesen“, sagt Day. „Dass der Podcast dann über Nacht Tausende von Downloads hatte, war wirklich überwältigend. Am Ende der ersten Staffel waren es Zehntausende. Mittlerweile haben wir die Fünf-Millionen-Marke geknackt.“ „Scheitern ist der Riss in der Rüstung unserer eigenen Illusionen über das, was wir kontrollieren können.“ Ich wollte aber auch mehr zu den unterschiedlichen Reaktionen zum Thema Scheitern wissen, die sie bei ihren männlichen und weiblichen Gästen festgestellt hat. Dazu erklärt sie: „In der ersten Staffel meinten alle Männer, mit Ausnahme eines einzigen, dass sie nicht wüssten, ob der Podcast für sie relevant wäre, da sie nicht den Eindruck hätten, versagt zu haben. Alle Frauen dagegen sagten: Ich habe so oft versagt, das kann man gar nicht mehr zählen! Die Männer waren nicht arrogant – sie gaben sich in den Interviews sogar recht aufgeschlossen. Sie haben ihre Situation einfach nicht als Scheitern empfunden. Ihre Einstellung zum Leben war optimistischer.“ Inzwischen ist die siebte Staffel des Podcasts draußen, und die Leute sind jetzt auch eher bereit, zuzugeben, dass sie verletzlich sind. Der Gast, den sie im wahrsten Sinne des Wortes als lebensverändernd wahrgenommen hat, war Mo Gawdat, früherer Chief Business Officer von Google X, der einen Algorithmus für Glück entwickelt hat. Elizabeth Day erinnert sich: „Er sagte zu mir: Sie existieren unabhängig von Ihrem ängstlichen Gehirn. Ihr Gehirn erzeugt Gedanken als organische Materie auf die gleiche Weise, wie Ihr Herz Blut in Ihren Körper pumpt. Sie glauben nicht, dass Sie von Ihrem Blut definiert werden. Warum glauben Sie also, dass Ihre Gedanken Sie definieren? Sie können selbst auswählen, wie Sie die Dinge sehen.“ Gawdats Sohn Ali starb auf tragische Weise bei einer Routine-Operation im Alter von nur 21 Jahren. Nach diesem unvorstellbaren Trauma wachte Mo jeden Morgen auf und sein erster Gedanke war: Ali ist tot. Elizabeth Day sagt: „Nach einer Weile beschloss er, zu denken: Er ist tot, aber er hat auch gelebt. Das war der gleiche Gedanke, aber mit umgekehrten Vorzeichen.“ Der Podcast hat Live-Sendungen ebenso inspiriert wie ihren Bestseller How To Fail. Warum wir erst durch Scheitern richtig stark werden. Day arbeitet aktuell an einem neuen Roman sowie einem neuen Buch über das Scheitern mit dem Titel Failosophy. „Es ist eine praktische Anleitung, wie man nach meinen ‚Versagensgrundsätzen‘ mit Misserfolg und Scheitern umgehen sollte, erklärt sie. „Es wird eine Kombination aus inspirierenden Zitaten und praktischen Ratschlägen.“ Die Live-Sendungen waren einer der wichtigsten Punkte ihrer Karriere. Sie begann jede Sendung mit einem 20-minütigen Monolog, ohne Notizen: „Es war schon furchteinflößend, aber ich wollte nur das von mir geben, was wirklich aus meinem Herzen kam.“ Diese Authentizität und furchtlose Verwundbarkeit sind der Grund, weshalb sie bei ihrem Publikum so gut ankommt. Sie ist bereit, die Dinge ganz offen auszusprechen und zuzugeben, dass sie Probleme hat – eine erfrischende Einstellung in einer Zeit, in der wir allzu oft in die Falle geraten, ein glänzendes und perfektes Leben vorzutäuschen. Denn Unvollkommenheit gehört einfach zum Leben. Sie ist Teil der Reise. 54

 

LAND ROVER MAGAZIN

 

Das Land Rover Magazin präsentiert Geschichten aus aller Welt, die für innere Stärke stehen und das Motto „Above and Beyond“ repräsentieren.

In dieser Ausgabe testen zwei inspirierende junge Abenteurer den neuen Defender bei ihrer Vorbereitung auf die Expedition zum Südpol. Außerdem feiern wir 50 Jahre Range Rover mit einer Entdeckungsreise nach Dubai. Wir blicken sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Dabei erläutert uns eine Gruppe von Visionären die Technologien, die die Zukunft für uns alle verändern könnten.



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