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Land Rover Magazin #40

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In dieser Ausgabe testen zwei inspirierende junge Abenteurer den neuen Defender bei ihrer Vorbereitung auf die Expedition zum Südpol. Außerdem feiern wir 50 Jahre Range Rover mit einer Entdeckungsreise nach Dubai. Wir blicken sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Dabei erläutert uns eine Gruppe von Visionären die Technologien, die die Zukunft für uns alle verändern könnten.

FOTO: MATHEW SCOTT W enn

FOTO: MATHEW SCOTT W enn man eine Krankheit heilen will, muss man sie erst verstehen. Aber wie soll man alles darüber wissen, wenn die erforderlichen Informationen über Tausende von medizinischen Fachmagazinen über 50 Jahre verteilt sind? Für einen Menschen ist das eine schier unlösbare Aufgabe. Künstliche Intelligenz könnte eine Lösung für dieses Problem sein. Die medizinische Forschungsunternehmerin Katharina Volz entwickelt ein Computer-Superhirn, das menschliche Forscher unterstützen kann, indem es die riesigen Mengen an Forschungsdaten zu einer Krankheit verarbeitet, um Verbindungen aufzuzeigen und Lösungen vorzuschlagen, die Menschen vielleicht nie entdeckt hätten. Volz ist CEO von OccamzRazor. Das Unternehmen hat seinen Sitz in San Francisco und wurde gegründet, um ein Heilmittel für Parkinson zu finden – eine komplexe neurodegenerative Krankheit, von der mehr als zehn Millionen Menschen weltweit betroffen sind. Nach ihrem Abschluss an der Harvard Medical School und dem Erhalt eines Doktortitels von der Universität Stanford wollte Volz eine akademische Laufbahn einschlagen. Aber 2016 erhielt sie einen Anruf von einem nahestehenden Bekannten, bei dem Parkinson diagnostiziert worden war. „Ich war am Boden zerstört“, sagt sie. „Ich fasste den Entschluss, ein Heilmittel zu finden.“ 80 % Prozent aller Informationen aus dem Bereich der Biomedizin müssen medizinischen Publikationen und klinischen Dokumenten entnommen werden. Um mit ihrer Suche zu beginnen, musste Volz eine neue Technologie entwickeln, die in der Lage war, diese wissenschaftlichen Abhandlungen zu verstehen, um bessere Hypothesen formulieren zu können. „Parkinson ist eine nur schwer nachvollziehbare Krankheit“, erklärt sie. „Die Patienten entwickeln verschiedene Symptome – Zittern, Verlust des Geruchssinns, Gleichgewichtsprobleme. Wir müssen Informationen aus so unterschiedlichen Bereichen wie der Genomik, Proteomik und Metabolomik zusammentragen. Das alles zu erfassen, ist für Menschen ein viel zu komplexes Unterfangen.“ Also begannen Volz und ihr „ICH FASSTE DEN ENTSCHLUSS, EIN HEILMITTEL FÜR PARKINSON ZU FINDEN.“ KÜNSTLICHE INTELLIGENZ IN DER MEDIZIN KATHARINA VOLZ CEO, OCCAMZRAZOR kleines Team aus Experten für maschinelles Lernen, Biomedizinern und Computerbiologen damit, Hunderte von Schlüsselphrasen zu identifizieren, die sich auf die Krankheit beziehen, bevor sie mit dem KI-Labor der Stanford-Universität zusammenarbeiteten, um ein maschinelles Lernsystem zu entwickeln, das die Abhandlungen „verstehen“ konnte. „Wir haben einen Algorithmus zur natürlichen Sprachverarbeitung entwickelt, der verschiedene Elemente sowie ihre biologischen Zusammenhänge identifizieren konnte“, erklärt Volz. Das System trägt den Namen Human Parkinsome und ist zehnmal schneller als ein Mensch, der die gleiche Arbeit macht – und genauso sorgfältig. „Wir haben das System mittlerweile mit mehr als 20 Millionen wissenschaftlichen Abhandlungen gefüttert, und sobald eine neue Abhandlung veröffentlicht wird, wird sie sofort in unser System aufgenommen“, so Volz. Die Forscher können die vorgeschlagenen Hypothesen abfragen und die Ergebnisse anschließend wieder einpflegen. Dadurch wird das System immer intelligenter. Da nun ein KI-Gehirn entwickelt wurde, um Parkinson zu verstehen, kann das Team die gleiche Technologie auch auf andere Krankheiten anwenden. „Die Plattform ist so aufgebaut, dass wir Daten für Krebs, Alzheimer sowie jede andere komplexe biologische Krankheit einpflegen können“, erklärt Volz. Obwohl die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, möchte sie damit die Art und Weise verändern, auf die medizinische Forschung betrieben wird: „Es ist doch ein schlechter Witz, dass E-Mail- Software intelligenter ist als die Software, die wir für die Suche nach Heilmitteln für Krankheiten nutzen. Aber ich bin sehr optimistisch. Mein Motto lautet: ,Alles ist möglich.‘“ 49

 

LAND ROVER MAGAZIN

 

Das Land Rover Magazin präsentiert Geschichten aus aller Welt, die für innere Stärke stehen und das Motto „Above and Beyond“ repräsentieren.

In dieser Ausgabe testen zwei inspirierende junge Abenteurer den neuen Defender bei ihrer Vorbereitung auf die Expedition zum Südpol. Außerdem feiern wir 50 Jahre Range Rover mit einer Entdeckungsreise nach Dubai. Wir blicken sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Dabei erläutert uns eine Gruppe von Visionären die Technologien, die die Zukunft für uns alle verändern könnten.



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