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Dezember 2019

Auf Entdeckungstour durch Island mit dem neuen Land Rover Defender | Bei Bellerby & Co in einem speziellen Workshop Globen fertigen | Atemberaubende Drohnenfotografien | Autorin Helen Russell beschreibt die Bedeutung des Glücks | Exklusive Kurzgeschichten von Jean Macneil

48 Davon gibt es auch

48 Davon gibt es auch hier auf Island jede Menge. „Dieser Ort mit seinen einzigartigen Bedingungen ist gefährlich“, meint Hemsworth. „Man muss die Gefahren, die in arktischen Gewässern lauern, verstehen und die wahre Kraft des Meeres hier kennen. Es ist anders, frischer, wilder.“ „In den meisten anderen Ländern spaziert man über den Sand ins Wasser oder man springt von einem Boot. In Island springt man von den Felsen ins tobende Wasser und schwimmt. Eine heikle Sache, da ich die Schwimmflossen in der einen Hand und die Kamera in der anderen habe. Ich muss innerhalb von Sekunden meine Flossen anhaben und losschwimmen.“ Hemsworth möchte heute den Surfer Ari Agnarsson fotografieren, und zwar an einem Ort etwa eine Stunde außerhalb von Reykjavik, der nur querfeldein erreichbar ist. Das Gelände ist eine Mischung aus Felsen, Lavagestein und bemoosten Wagenspuren, aber der Defender meistert es problemlos. Es sind noch zwei Stunden bis zum Sonnenaufgang. Die Außentemperatur wird heute wohl kaum über 3 °C steigen. „Meistens bin ich morgens um 4 oder früher auf, denn vor dem Morgengrauen macht man im Meer die besten Fotos“, erklärt Hemsworth. „Das Licht ist unglaublich und es ist menschenleer. Es gibt nur mich und den Surfer. Perfekt.“ Ihr Lebensstil erfordert nicht nur frühes Aufstehen, sondern auch körperliche Kraft und geistige Ausdauer. „Manchmal musst du gegen eine Strömung antreten, um das richtige Foto zu machen, ganz schön anstrengend. Es ist, als würden deine Beine in eine andere Richtung gezogen werden und man muss ständig dagegenhalten. Ein Moment der Nachgiebigkeit kann einen teuer zu stehen kommen.“ „Meistens sind höchstens drei Leute vor Ort, davon zwei mit Surfbrettern, also ist man auf sich selbst angewiesen. Rettungsschwimmer gibt es nicht. Du musst die Wellen deuten und unter ihnen hindurchtauchen, sonst hauen sie dich um. Es gilt, Ruhe zu bewahren. Wer durch die Wellengewalt in Panik gerät, dem geht die Luft aus. Wer ruhig bleibt, kann beim Auftauchen wieder durchatmen.“ „Meistens kann ich im Wasser nicht mehr stehen – bei Aufnahmen habe ich keine Wahl - aber ich verbringe täglich ein oder zwei Stunden draußen im Wasser, wo immer ich bin.“

Vor Wasserdurchfahrten immer Strecke und Ausweg prüfen Fast am Ziel erblicken wir die von Hemsworth ausgewählte Stelle, unter einem endlosen, bleistiftgrauen Himmel. Es gibt keinen Strand, nur tobende Brandung und hoch hinausragende Felsen, denen die unablässig dagegenschlagenden Wellen nichts anhaben können. Heulend peitscht der Wind die Wellen gegen die dunkle Küste. Bei Tagesanbruch müssen Hemsworth und Agnarsson im Wasser sein. Die Hecktür des Defender wird geöffnet, sodass der Kofferraum zur Garderobe wird. Um sich an diesem Ort dem Meer zu stellen, braucht Hemsworth ihren dicksten Winterneoprenanzug, eine Kapuze, zwei Paar Neoprensocken und ein Aquatech- Gehäuse für ihre Kamera. Sie und Agnarsson wollen durch die tobende Brandung ins ruhigere Wasser dahinter gelangen, wo es tiefer ist und die Wellen weniger unberechenbar, dafür aber höher sind. Über eine Stunde wird fotografiert, in einer Ob Crewbeförderung oder mobile Umkleidekabine: Der Defender war beim Shooting ein idealer Begleiter See, die einen Menschen in unter zehn Minuten töten kann. Fotografin und Surfer werden im Meer umhergeworfen, aber Hemsworth bewahrt Ruhe, leistet ständig schwimmend Widerstand, wobei ihre starken Beine sie an Ort und Stelle halten. Erschöpft, aber euphorisch kommen sie wieder beim Defender an. Ihre Augen leuchten vor Aufregung, von ihren in Thermo-Neopren gehüllten Körpern gehen Dampfschwaden aus. Der Kofferraum des Defender wird in ein Fotostudio verwandelt und Hemsworth scrollt auf dem Fahrzeugheck sitzend durch die Fotos. Auf ihrem Gesicht erscheint ein breites Grinsen und sie gibt Agnarsson ein High Five. Die Fotos sind im Kasten und sie haben das Meer überlebt. „Bei meinem nächsten Abenteuer mache ich Fotos auf einigen kleineren Inseln vor der Küste Schottlands“, erzählt Hemsworth während der Rückfahrt. „Es sind vor allem die unberührten Orte, die mich anziehen.“ 49

 

LAND ROVER MAGAZIN

 

Das Land Rover Magazin präsentiert Geschichten aus aller Welt, die für innere Stärke stehen und das Motto „Above and Beyond“ repräsentieren.

In dieser Ausgabe testen zwei inspirierende junge Abenteurer den neuen Defender bei ihrer Vorbereitung auf die Expedition zum Südpol. Außerdem feiern wir 50 Jahre Range Rover mit einer Entdeckungsreise nach Dubai. Wir blicken sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Dabei erläutert uns eine Gruppe von Visionären die Technologien, die die Zukunft für uns alle verändern könnten.



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